Blickmaschinen

Ausstellung: Künstler

Rodney Graham


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Les Dernières Merveilles de la Science (Die letzten Wunder der Wissenschaft), 1990
Buchobjekt, Schuber aus vernickeltem Messing, Glas, Spiegel
Sammlung Lucia Muňoz Iglesias, Madrid, Photo: Michael Wagener


Rodney Graham würdigt jene Autoren, die ihm wichtig sind, oft mit einer speziellen Präsentationsvorrichtung für deren Bücher. Ein in Frankreich weit verbreitetes Buch um 1900 war Les Dernières Merveilles de la Science von Daniel Bellet, das sich an Jugendliche richtete. Es erklärte anschaulich die neuesten technischen Errungenschaften – das Telephon, die Röntgenstrahlen, das elektrische Licht, den Kinematographen, das Grammophon und anderes. Lithographien illustrierten die Erläuterungen. Rodney Graham erfand für dieses Buch ein Betrachtungsgerät aus Glas und Spiegeln. Das Buch ist in einen gläsernen Schuber eingefügt. Mit Scharnieren sind Spiegelklappen angefügt, die sich öffnen und schließen. Darin spiegelt sich das Buch auf wundersame Weise. Aber die gespiegelte Vielansichtigkeit verbirgt nicht, dass das Buch verschlossen bleibt. Die Wunder werden nicht an das Licht der Welt gezerrt und gelüftet.

Rodney Graham (geb. 1949) lebt in Vancouver.



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Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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