Ausstellung: Künstler
Margarete Hahner
Hahner Video
Kaskadeur, 2002
Öl auf Schallplatten, 70 Schallplatten
Courtesy Margarete Hahner und Galerie Zwinger, Berlin
Margarete Hahner entwickelt malerische Bildfolgen auf außergewöhnlichen Trägern: Vinyl-Schallplatten. Ihre runde Form lässt uns die Bilder wie durch ein Fernrohr seltsam entrückt wahrnehmen. Die Bildfolgen entwickeln sich ohne Plan. In der Wiederholung des Motivs ergibt sich im Arbeitsprozess ein Fehler oder eine Störung, etwas Neues, das die Metamorphosen in Gang bringt. So folgt in
Kaskadeur einem Kardinal in rotem Gewand eine menschliche Figur, die mit einer Flasche körperlich verbunden ist; darauf eine Figur, die aus einem Auge herauskommt; es folgt das Bildzitat der Infantin Marguerita von Velazques; schließlich eine alptraumartige Untersicht eines nahe kommenden Zugs, dazwischen auch eher amorphe Formationen, die die Übergänge bilden. Die Einzelbilder werden wie Satzeinheiten an der Wand präsentiert; eine Interpunktion wird gewissermaßen räumlich umgesetzt. Die weitere Bearbeitung mittels Super-8-Filmkamera verstärkt die traumhafte Verwandlung. Jedes gemalte Bild wird ein Standbild im Fluss der filmischen Bilder. Ein leichtes Stottern, Flackern in der bewegten Bildfolge ist umso faszinierender.
Margarete Hahner (geb. 1960) lebt in Los Angeles und Berlin.
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Blickmaschinen wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen
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Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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