Ausstellung: Künstler
William Kentridge
What will come (Has already come), 2007
35 mm-Film auf DVD, verspiegelter Edelstahlzylinder
Photo: John Hodgkiss
Ein wichtiger Bestandteil des Werks von William Kentridge sind seine Animationsfilme. Für
What will come greift Kentridge auf eine alte bildnerische Technik zurück: die Anamorphose. Deren verzerrte Bilder sind nur aus einem bestimmten Blickwinkel oder wie in diesem Fall, mit einem spiegelnden Metallzylinder zu entschlüsseln. Gegenstand von
What will come ist, wie auch in anderen Filmen Kentridges, die Verflechtung von Erinnerung und kultureller Identität, Apartheid, Kolonialismus und Unterdrückung. Hauptmotiv des Films ist der kriegerische Konflikt 1935/36 zwischen dem faschistischen Italien und Äthiopien. Kentridges schwindelig machender Bilderreigen fügt Beschreibungen des Krieges mit Bildmetaphern wie der zwirbelnden Flugbahn einer Schmeißfliege zu einer Parabel über den Zusammenhang von Kolonialismus, Faschismus und Gewalt zusammen und er mahnt uns zu bedenken: Wer die Geschichte nicht erinnert, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen. Der von Sigmund Freud und Margarete Mitscherlich geprägte Begriff der »Trauerarbeit« ist für das Werk von Kentridge zentral.
William Kentridge (geb.1955) lebt in Johannesburg.
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Blickmaschinen wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen
Gefördert durch die
Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

Weiterer Förderer ist Pro Helvetia: