Blickmaschinen

Ausstellung: Künstler

Dieter Kiessling


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Glühbirne, 1994
Projektion
Installationsphoto: Dieter Kiessling, Courtesy Galerie Rolf Hengesbach

Ein Diaprojektor projiziert mit dem Licht der Projektionsbirne deren Form selbst auf die Wand (mithilfe eines durch den Künstler eingebauten Linsen- und Spiegelsystems), ohne dass ein Bildträger zwischen Objektiv und Lampe geschaltet wird. Das Bild der winzigen Lampe, hervorgebracht durch sie selbst, erscheint unermesslich vergrößert aus dem nie gesehenen, nur erahnten geheimnisvollen Innenraum des Apparats heraus. Die Glühfäden vibrieren kaum merklich – wie ein Lebewesen kaum merklich atmet. Der schön geformte Glaskörper hat die fragile Schönheit einer Allegorie der Vergänglichkeit aus dem 17. Jahrhundert. Glühbirne ist eine ehrfurchtsvolle Demonstration einer optischen Gesetzmäßigkeit und erinnert damit an die frühen Darstellungen der Laterna-Magica-Projektionen. In unserer Erinnerung tauchen all die Bilder, die je einem Publikum vorgeführt wurden, auf, um wieder zu verschwinden und einer Leere Platz zu machen: Hervortritt die Projektion als grundlegendes Prinzip zwischen Magie und Wissenschaft in dieser Hommage an die analoge Bildentstehung.

Dieter Kiessling (geb. 1957) lebt in Düsseldorf.

www.dieter-kiessling.de



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Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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