Ausstellung: Künstler
Mischa Kuball
Durch das Große Glas, 1999
Spiegelschrank, Video
Der Betrachter schaut durch zwei Spione durch die Türen eines Schrankes, um in dessen Inneren einen 25 minütigen Videofilm sehen zu können: Alltagsbilder einer Großstadt.
Der Film zeigt ungewöhnliche, durch einen einfachen künstlerischen Griff entstandene Bildsequenzen: Kuball filmte mit dreifacher Linse, durch ein Trinkglas und durch das Bild des berühmten
Das große Glas von Marcel Duchamp, welche beide vor die Linse des Kameraobjektives montiert wurden. Er nahm Häuserfassaden und Straßenverkehr auf der Corneliusstraße in Düsseldorf auf, unweit seines Ateliers. Der Boden des Trinkglases wirkt dabei wie ein Zerrspiegel oder Kaleidoskop, durch das sich die Bildmotive brechen.
Eine ganze Reihe von Arbeiten Mischa Kuballs, die zwischen 1995 und 2006 entstandenen
Stadt-durch-Glas-Arbeiten, zeigen Kamerafahrten durch Großstädte. Im Gegensatz dazu wird das verschlossene Schrankmöbel mit seinen Gucklöchern zu einem Zwitter zwischen Spiegel und zeitgenössischem Guckkasten. Entgegen der voyeuristischen Erwartungshaltung, die sich beim Blick durch ein Guckloch in einem Schrank einstellt, wird im Inneren kein dunkles, verborgenes Geheimnis gelüftet. Stattdessen wird ihm in historischer Tradition eine optische Sensation zuteil: nie gesehene kristalline Filmbilder großstädtischer Bewegung und Dynamik leuchten aus dem Dunkel auf.
Mischa Kuball (geb. 1959) lebt und arbeitet in Düsseldorf.
www.mischakuball.com
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Blickmaschinen wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen
Gefördert durch die
Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen
Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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