Blickmaschinen

Ausstellung: Künstler

Tim Noble & Sue Webster


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Spinning Heads (Drehköpfe), 2005
Bemalte Bronze, Tim (schwarz), Sue (weiß)
Courtesy Tim Noble, Sue Webster und Gagosian Gallery, London


Die Kopfbüsten des Künstlerpaares Tim Noble und Sue Webster sind einem Zwitter zwischen doppelgesichtigem Januskopf und dreidimensionalem Porträtbild nachempfunden. Nobles Doppelkopf erscheint dabei in schwarz gehaltenem Material, jener von Webster in weiß. Die Verzerrung verliert sich im Schattenwurf. Das mittels einer elektrischen Lichtquelle auf die Wand geworfene Schattenporträt der beiden Köpfe erscheint in der Projektion in seinen natürlichen Proportionen.

Ihre Vorläufer findet die Arbeit in den sogenannten "Jouets séditieux", die um 1700 in Frankreich als Gesellschaftsspiele beliebt waren. Erst im Schattenriss, damals herbeigeführt durch flackernde Lichtquellen, enthüllen die auf den ersten Blick kurvig abstrakt erscheinenden Holzfigürchen ihre verborgene Identität oder Gesinnung: es tauchen die Profile bekannter Persönlichkeiten auf. Berühmt sind die Spielfiguren eines um 1810 in Frankreich entstandenen Schachspiels, bei der sowohl die Bauern als auch die Läufer im Schattenriss Napoleons Porträt zeigen.

Tim Noble (geb. 1966), Sue Webster (geb. 1967) leben in London.



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Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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