Blickmaschinen

Ausstellung: Künstler

Thomas Ruff


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Thomas Ruff, Stereofotos (Alpen II), 1996
2-teilig, C-Print, Stereoskop auf Tisch
Courtesy Mai 36 Galerie, Zürich, Foto: Thomas Kellner


Eine grandiose Bergkulisse und einen eher unspektakuläreren Industriekomplex stellen zwei Arbeiten von Thomas Ruff vor. In beiden sind zwei Fotografien als Paar in identischen weiß lackierten Holzkisten mit Innenspiegeln und Glasabdeckungen präsentiert. Die Fotografien liegen seitlich, auf nach innen abgeschrägten Holzträgern und spiegeln sich in den mittig in die Kiste eingesetzten zeltdachartig aufgeklappten Spiegelscheiben. Von oben überblickt der Betrachter die gesamte Anordnung. Wählt er eine mittige Position an den Längsseiten der Tische und blickt geradewegs nach unten auf den schmalen Grad des Innenspiegels, so kann er ein dreidimensionales Bild wahrnehmen. 1992 begann sich Thomas Ruff mit dem Verfahren der Stereofotografie auseinanderzusetzen, auf 1994 sind die ersten autorisierten Aufnahmen datiert. Ruffs generelles Interesse an den Bedingungen der menschlichen Wahrnehmung, insbesondere an der Bilderzeugung hatten ihn zur Stereoskopie geführt. Er reaktivierte das 1838/1844 in Großbritannien erfundene Prinzip des Stereoskops in Verbindung zur Stereofotografie zur Erzeugung der 3-D-Bilder, setzte dieses jedoch nicht als Illusionsmaschine, sondern als sich selbst reflektierendes Sehgerät um.

Thomas Ruff (geb. 1958) lebt in Düsseldorf.



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Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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