Blickmaschinen

Ausstellung: Künstler

Alfons Schilling


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Gazelle, 1993
Installation, Prismen, Holzstaffelei, gefundenes Material
Sammlung Werner Nekes, Mülheim an der Ruhr


Alfons Schilling beschäftigt sich seit den Sechziger Jahren mit den Bedingungen der Wahrnehmung in einer durch medialisierte Bilder und technische Beschleunigung bestimmten Umwelt. Er baut Sehmaschinen, die unseren Blick in die Welt schleudern, oder – im Gegensatz dazu – uns beispielsweise in einer tragbaren Camera Obscura eine konzentrierte Schau auf einen Ausschnitt dieser Welt erlauben. Für die Gazelle hat Schilling einen mit Prismen und Spiegel versehenen Apparat auf den Unterbau einer Staffelei montiert. Gerichtet ist das Gerät auf einen Haufen achtlos in der Ecke abgestellten Zeugs, es könnten Überbleibsel des Ausstellungsaufbaus sein. Schaut man hindurch, ergibt sich ein erstaunliches Bild, denn das Gerät kehrt alle räumlichen Bezüge um: im Vordergrund Liegendes scheint nach hinten gerutscht, was links war ist nach rechts verschoben, Hohlformen erscheinen als plastisches Relief. Insofern manipuliert Schilling unsere Sicht auf den Raum und macht erfahrbar, dass die Wahrnehmung der Dinge durchaus von den realen Gegebenheiten abweichen kann und mit einem mentalen Prozess verbunden ist.

Alfons Schilling (geb. 1934) lebt in Wien.

www.alfons-schilling.com/



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Blickmaschinen wird großzügig gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Landesregierung Nordrhein-Westfalen

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Die Präsentation ist eine Ausstellung im Rahmen des Projektes Visuelle Taktiken/ Visual Tactics und wird gefördert durch das EU-Culture Programme.

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