Blickmaschinen

Ausstellung: Künstler

Gábor Császári


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Werner Nekes mit Staubsauger, 1994
Photographie auf Aluminium aufgezogen
Sammlung Werner Nekes, Mülheim an der Ruhr


Um die Photographien von Gábor Császári besser verstehen und würdigen zu können, ist es sinnvoll, sie mit anderen photographischen Aufnahmeverfahren zu vergleichen. Fast alle Kameras nutzen das kleine runde Löchlein der Camera Obscura, das in seiner variablen Größe der Öffnung von der runden Irisblende übernommen wurde. Solange die Irisblende geöffnet ist, solange wird das Bild mit allen Bewegungen vor der Kamera belichtet. Wenn sich etwas schnell bewegt, wird es nur eine Lichtspur auf dem Bild hinterlassen. Die Aufnahmezeit oder Verschlusszeit ist abhängig von der Bewegungszeit vor der Kamera, soll sich das sich bewegende Objekt scharf abbilden. Die Leistung der Serienphotographie von Eadweard Muybridge war es, die Chemikalien der Photoschicht so empfindlich zu machen, dass sie innerhalb der kurzen Belichtungsintervalle das aufzunehmende Geschehen speichern konnten. Wenn die zu sensibilisierende Schicht nicht so empfindlich gewesen wäre, hätte zum Beispiel die Bewegung nur eine Lichtspur auf dem Negativ hinterlassen. Muybridge hatte eine Folge von bis zu 24 Kameras aufgebaut, um einen Bewegungsablauf speichern zu können. Étienne-Jules Marey zerlegte die Aufnahmezeit eines Bildes, indem er eine Phenakistiskopscheibe mit seinen Schlitzen vor dem Filmnegativ rotieren ließ, womit er eine Mehrfachbelichtung innerhalb eines Bildes ermöglichte. So konnte die Chronophotographie die unterschiedlichen Bewegungspositionen des Objektes innerhalb eines Bildes speichern. Császári zerlegt den durch einen schmalen Schlitz aufzunehmenden Bildraum in kurze Zeiteinheiten, in Abhängigkeit zu dem sich kontinuierlich bewegenden Aufnahmefilm und zu dem sich vor dem Schlitz bewegenden Objekt. Dies ist neben der Serien- und der Chronophotographie eine dritte Möglichkeit, die sich bewegende Umwelt mittels der Kamera zu speichern. Die überraschenden Darstellungen von bewegten Objekten finden verblüffende Entsprechungen in Bildern von Bewegungen – von der Höhlenmalerei bis hin zu den Bildern der Maler des 20. Jahrhunderts. Um die Photographien von Gábor Császári besser verstehen und würdigen zu können, ist es sinnvoll, sie mit anderen photographischen Aufnahmeverfahren zu vergleichen. Fast alle Kameras nutzen das kleine runde Löchlein der Camera Obscura, das in seiner variablen Größe der Öffnung von der runden Irisblende übernommen wurde. Solange die Irisblende geöffnet ist, solange wird das Bild mit allen Bewegungen vor der Kamera belichtet. Wenn sich etwas schnell bewegt, wird es nur eine Lichtspur auf dem Bild hinterlassen. Die Aufnahmezeit oder Verschlusszeit ist abhängig von der Bewegungszeit vor der Kamera, soll sich das sich bewegende Objekt scharf abbilden. Die Leistung der Serienphotographie von Eadweard Muybridge war es, die Chemikalien der Photoschicht so empfindlich zu machen, dass sie innerhalb der kurzen Belichtungsintervalle das aufzunehmende Geschehen speichern konnten. Wenn die zu sensibilisierende Schicht nicht so empfindlich gewesen wäre, hätte zum Beispiel die Bewegung nur eine Lichtspur auf dem Negativ hinterlassen. Muybridge hatte eine Folge von bis zu 24 Kameras aufgebaut, um einen Bewegungsablauf speichern zu können. Étienne-Jules Marey zerlegte die Aufnahmezeit eines Bildes, indem er eine Phenakistiskopscheibe mit seinen Schlitzen vor dem Filmnegativ rotieren ließ, womit er eine Mehrfachbelichtung innerhalb eines Bildes ermöglichte. So konnte die Chronophotographie die unterschiedlichen Bewegungspositionen des Objektes innerhalb eines Bildes speichern. Császári zerlegt den durch einen schmalen Schlitz aufzunehmenden Bildraum in kurze Zeiteinheiten, in Abhängigkeit zu dem sich kontinuierlich bewegenden Aufnahmefilm und zu dem sich vor dem Schlitz bewegenden Objekt. Dies ist neben der Serien- und der Chronophotographie eine dritte Möglichkeit, die sich bewegende Umwelt mittels der Kamera zu speichern. Die überraschenden Darstellungen von bewegten Objekten finden verblüffende Entsprechungen in Bildern von Bewegungen – von der Höhlenmalerei bis hin zu den Bildern der Maler des 20. Jahrhunderts.

Gábor Császári (geb. 1959) lebt in Hamburg.

jnocook.net/folyamat/index.htm



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